Willkommen auf meinem Blog
Ich freue mich, dass du hier her gefunden hast, lass dich inspirieren und bereichern, um deinen eigenen Weg zu gehen.
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Langes Suchen macht keine Spaß, daher habe ich dir meine Bogartikel hier aufgelistet und mit einem Klick gelangst du direkt zum Thema.
Wie kann ich mich von meinen Glaubenssätzen befreien?
Was ist ein Glaubenssatz?
Ein Glaubenssatz beruht auf Traditionen, Erfahrungen und Dogmen.
Wir erlernen oder übernehmen diese Glaubenssätze sehr oft, von Bezugspersonen und Menschen in unserem sehr nahen Umfeld.
Meist sind dies unsere Eltern, Großeltern, aber auch Onkel, Tanten, Nachbarn, Erzieher und Lehrer.
Glaubenssätze werden uns oft in der Form einer Belehrung, oder Indoktrination mit auf unseren Weg gegeben, um unser Denken, Fühlen und Handeln entsprechend zu beeinflussen.
Unsere Eltern und Verwandten wollen uns damit nichts Böses, ihr Bestreben liegt in der Regel immer darin, aus ihrer Sicht, uns was Gutes zu tun, uns vor etwas zu bewahren.
Und darin liegt die Krux „aus ihrer Sicht!“
Sie handeln und sprechen aus ihren eigenen Erfahrungen und deren Rückschlüssen.
Ob dies zu dir passt, darfst du für dich herausfinden, indem du reflektierst, ob das zu dir und für dich passt.
Ein Beispiel:
Stell dich nicht so an, das kann doch gar nicht so schlimm sein!
Mit diesem Satz will jemand, dass du dich schnell vom Schmerz abwendest und dich Neuem zuwendest.
Aber was löst dieser Satz denn in der Regel in einem Menschen aus?
Ich bin nicht wertvoll genug, ich darf mich nicht so wichtig nehmen, meine Schmerz interessiert niemand, ich darf mich nicht so anstellen, ich darf keine Schwäche zeigen, usw.
Du siehst, dass ein einziger Satz, der gut gemeint war, sehr viel Negatives auslösen kann.
Viele meiner Klienten/innen oder Teilnehmer/innen...
...stellen mir stets die gleichen Fragen, hier habe ich sie einmal für dich zusammengefasst und beantwortet.
Wie können Glaubenssätze von unseren Eltern bzw. Großeltern unser Leben beeinflussen?
Glaubenssätze wurden seit Jahrhunderten, ähnlich wie die Sprichwörter oder Bauernregeln in unseren Familien weitergegeben.
Leider wurden sie selten bis nie hinterfragt, was so über Generationen Schmerz, Angst, Frust, Aggression und sich kleinfühlen über so viele Menschen gebracht hat.
Die übertragenen Glaubenssätze hindern uns so oft daran, wir selbst zu sein, unser Potential, voll auszuschöpfen und die Person zu sein, die wir sein könnten.
Sprich, wir denken, fühlen und reden uns oft viel zu klein und machen uns zum Spielball anderer Menschen, weil wir so oft glauben wir wären nicht gut genug!
Welche negativen Glaubenssätze gibt es?
  • Ich bin nicht gut genug...
  • Ich kann niemandem trauen...
  • Ich darf nicht wütend/traurig/ärgerlich sein...
  • Ich darf keine Fehler machen. ...
  • Nur, wenn ich etwas leiste, werde ich geliebt...
  • Ich muss alles alleine schaffen
  • Ich bin unsportlich/ungeschickt/unmusikalisch
  • Ich darf anderen nicht zur Last fallen.“
  • Wenn ich um Hilfe bitte, ist das ein Zeichen von Schwäche
  • Ich muss immer perfekt/­vernünftig/­stark/­mutig sein
  • Ein Indianer kennt keinen Schmerz
  • Männer heulen nicht...
  • Nur Looser zeigen Schwäche
  • Stell dich nicht so an, das kann doch gar nicht so schlimm sein!
  • Das Leben ist hart und gefährlich!
  • Die ist zu nah am Wasser gebaut...
  • Ich muss perfekt sein
  • Was sollen denn die Nachbarn sagen…
Du kennst bestimmt noch einige andere....
Wie erkenne ich negative Glaubenssätze?
Negative Glaubenssätze lassen sich sehr oft an bestimmten Signalwörtern erkennen.
Sie sind oft verallgemeinernd oder lassen wenig Spielraum in der Interpretation.
Beispiele sind:
muss, sollte, darf nicht, niemals, immer, völlig, keiner, niemand, alle, jeder

Sie lösen in der Regel in uns Druck, Enge und Zwang aus
  • Oft als ein Druck in der Brust oder Nacken
  • Enge verspüren wir oft als sich eingeschnürt fühlen
  • Zwang, in der Form, dass wir glauben etwas tun zu müssen, fühlen zu müssen oder genauso handeln zu müssen
Erkennen kannst du sie,
  • wenn du nicht genau weißt, warum du genau das tust
  • wenn du etwas tust, weil du es immer so getan hast und es nie hinterfragt hast
  • wenn du dich nicht gut fühlt bei dem Gedanken
  • wenn du dich nicht gut fühlst, wenn du dies oder jenes tust

Was passiert gerade mit dir, während du dies liest?

AHA-Momente, Druck oder Erkenntnisse?
Nimm dir gerne dein Journal, sieh hin und reflektiere, was bei dir passiert.
Es bringt dich deiner Lösung einen Schritt näher.
Wie löse ich einen Glaubenssatz auf?
An einem Beispiel will ich dir das WIE gerne zeigen.

Ich kann das nicht/ Du kannst das nicht!
Was denkst du, wenn du diesen Satz hörst?
Wie fühlst du dich, wenn du diesen Satz denkst oder hörst?

Um diesen Glaubenssatz aufzulösen ist es wichtig deine persönliche Ursache, den Grund oder Auslöser zu finden.
Schreibe dir alles auf, was dir dazu in den Sinn kommt und schau genau hin, so kommst du der Ursache auf die Spur und findest deine Lösung.
Dabei erkennst du, dass Verhaltens-, Denk- und Fühlmuster ein Teil der Ursache sind und diese mit aufgelöst gehören, um dich vollständig davon zu befreien.
Setze dich in diesem Prozess bitte nicht unter Druck, denn Druck ist dabei äußerst hinderlich.
Gib dir die Zeit, die es braucht. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Muster, die sich im Laufe deines Lebens bei dir eingeschlichen haben, können nicht von heute auf morgen verschwinden.

Das erfolgreiche und vollständige Auflösen von Glaubenssätzen braucht Zeit und ist ein Weg.
Geduld ist ja bekanntlich so eine Sache und wer hat die schon in der heutigen Zeit?
Auch ich durfte lernen, dass es seine Zeit braucht seine Glaubenssätze aufzulösen und mich in Geduld üben....
Wie kann ich mir sicher sein, dass der Glaubenssatz aufgelöst ist?
Wenn du wie im Beispiel den Satz „Du kannst das nicht!“ hörst und es in dir nichts als ein Lächeln auslöst, dann hast du es geschafft.
Dann bist du dir absolut sicher, dass er aufgelöst ist.
Was kann ich tun, wenn ich beim Partner/in einen Glaubenssatz auslöse?
Wir lösen ständig Trigger oder auch Glaubenssätze bei viele Menschen, die mit uns zusammenkommen aus, auch bei unserem Partner/in.
Das ist ganz normal und auch bei uns werden immer wieder Trigger und Glaubenssätze ausgelöst, daran dürfen wir alle wachsen.
Einen allgemeingültigen und einfachen Tipp kann man hier nicht geben, da es immer auf die Schwere des Glaubenssatzes, das Ausmaß und die Konstitution des Gegenübers ankommt.
Andererseits kann es sich auch um eine handfeste Blockade handeln, die dann viel tiefer liegt.
Was kannst du also tun?
  • Du kannst deine/n Partner/in nach dem Warum fragen.
  • Warum tust, denkst oder fühlst du dies oder jenes…
  • Oder ihn/sie darauf hinweisen, dass man das Gefühl hat, dass da was nicht ganz stimmig ist oder zu ihm/ihr passt.
So kommst du in ein achtsames und liebevolles Gespräch mit deiner/m Partner/in, ohne Vorwürfe und Anklagen...
Eine Lösung kommt so in greifbare Nähe, lass ihm/ihr auch die Zeit, die er/sie braucht, um in die eigene Erkenntnis zu kommen.
Es ihn/ihr direkt auf den Kopf zusagen würde ich vermeiden, da dies weder ihr/ihn noch dir selbst dienlich ist.
Der/Die Partner/in kommt so definitiv nicht in die so wichtige Erkenntnis, die notwendig ist, um etwas zu ändern und das Thema artet unter Umständen in einen Streit aus.
Achtsamkeit, liebevolles Handeln und Reden, sowie Ehrlichkeit sind hier der Schlüssel zum Erfolg.